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11.04.2008

Rückkehr mit geheilten Wunden

Als am 27. September 1967 der Lengsdorfer Verein gegründet wurde, hatte ich – mit meinen Ippendorfer Jungs – eine jahrelange Fehde genau um dieses Gebiet hinter uns.

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10.04.2008

Die Früchte des Erfolgs hängen hoch

Am Ende der Saison 2006, unserer ersten Medenspielsaison überhaupt, waren wir mächtig stolz auf unsere Leistung. Platz 2 in der Abschlusstabelle, punktgleich mit den erfahrenen Jungs vom Brüser-Berg. Nur das schlechtere Matchpunkteverhältnis verhinderte die Sensation: den sofortigen direkten Aufstieg!

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Die Früchte des Erfolgs hängen hoch

10.04.2008


2. Herren 30: Hart aber herzlich – auch die zweite Saison hat Spaß gemacht

2. Herren 30
2. Herren 30
Mit diesem Wissen und der Tatsache, keine Greenhorns mehr zu sein, gingen wir mit breiter Brust in die neue Spielzeit. Was wir nicht ahnten: Dass sich frühere Ergebnisse und Erfolge nicht automatisch wieder von alleine einstellen würden. Eine Mannschaft ist eben stetigem Wandel unterworfen. Wir mussten uns von drei Kameraden verabschieden. Unseren Punktegaranten Sven Bohnert hat es beruflich nach „down under“ verschlagen, Philip Potter wechselte hausintern zum Sunshine-Team, und Frank Schubert schaffte es zeitlich nicht mehr, Schläger und Filzkugel in seinem prallen Terminkalender unterzubringen. Im Gegenzug konnten wir mit Markus Hannen einen Neuzugang an uns binden.

Die Saison 2007 begann mit dem gleichen Gegner, mit der die letzte ausklang. Uns besuchte die Mannschaft vom TC Blau-Weiß Duisdorf. Leider kehrten unsere Gäste das letztjährige Ergebnis einfach um. Am Ende hieß es 6:3 für Duisdorf. Markus hat dabei direkt in seinem ersten Einsatz für die Mannschaft einen Punkt beitragen können. Ein klarer 6:3 und 6:1 Erfolg war der Beweis für eine gelungene „Einkaufspolitik“. Super!
Den zweiten Punkt konnte ich selbst durch mein Einzel beisteuern. Ich musste direkt den neuen Champions Tie-Break auskosten, glücklicherweise mit dem besseren Ende für mich. Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst, dass dies der Auftakt einer sensationellen Serie sein würde.

Verletzungsbedingt konnten wir zu unserem zweiten Spiel gegen die 2. Mannschaft von Blau-Gelb Beuel nur zu fünft antreten. Ärgerlich. Man hat noch keinen Ball geschlagen, liegt aber schon 0:2 hinten. Trotzdem haben wir uns gut verkauft. Während Hermann Müller seinen Gegner locker 6:2 6:0 abfertigte, mussten die Einzel von Jörg Zeising, Alexander Dranov und meiner Wenigkeit im Champion-Tie-Break entschieden werden. Während ich mein Gegenüber wieder niederringen konnte, mussten sich Alex und Jörg knapp geschlagen geben. Der Tag endete dem Ergebnis (2:7) entsprechend in einem sintflutartigen Gewitter, das die Niederschlagsresistenz des Beueler Vereinsheims auf eine gewaltige Probe stellte. Am Ende verlor das Haus den Kampf gegen die Naturgewalten und überließ dem Wasser seinen Weg.

Nach den beiden Auftaktniederlagen wollten wir nun endlich im dritten Spiel gegen den TC Wachtberg den ersten Sieg einfahren. Das Ergebnis der Vorsaison (8:1) machte uns Mut. Auf Gegners Platz angekommen, mussten wir allerdings feststellen, dass es unser Gegenüber ernst meinte und mächtig aufgerüstet hat. Man scheute anscheinend keine Kosten und Mühen, sich der Hilfe eines schlagkräftigen EU-Mitbürgers unseres kleinen Nachbarn Holland zu bedienen. Auch dieser Tag endete für uns ertraglos 2:7.

Nach der dritten Niederlage und einem Punktestand von 0:6 in der Gesamttabelle waren wir zugegeben ratlos. Alle bezwungenen Gegner der Vorsaison bedienten sich unserer Punkte, wie an einem Wühltisch im Sommerschlussverkauf. Aber auch im vierten Spiel auf heimischer Anlage gegen den TC Rot-Weiß Weilerswist konnten wir die nächste Niederlage nicht abwenden. Den einzigen Einzel- erfolg fuhr ausgerechnet Ralph Bock ein. Nach einem Bänderriss im Knie am Anfang der Saison, konnte er bisher noch nicht ins Geschehen eingreifen. Auch im Spiel gegen die Weilerswister sollte er eigentlich nicht zum Einsatz kommen. Nach gesundem Menschenverstand war es einfach noch zu früh. Nur weil wir verletzungsbedingt und wegen der Abgabe unserer Nummer 1, Jörg, an die 1. Herren 30 nur zu viert waren, lief Ralph dick bandagiert auf und kämpfte seinen Gegner im Champions Tie-Break nieder. Den zweiten Punkt erkämpfte das Doppel Dietmar Kanthak (in der Mannschaft besser bekannt als „Das Phantom“) und Claus Jahn ebenfalls im Champions Tie-Break. Für mich war es bereits Champions Tie-Break-Nummer 3. Endstand 2:7, naja.

Endlich Sommerpause! In vier von vier Spielen mussten wir uns unserem Gegner geschlagen geben. Wir haben gekämpft, aber am Ende hat es einfach nicht gereicht. Wir zogen uns zurück, um unsere Wunden zu lecken und die zahlreichen Verletzungen an Schultern, Rücken und Knien auszukurieren.

Im August mussten die Jungs vom TC Rot-Weiß Rheinbach unseren ganzen angestauten Frust ausbaden. Alle haben ihre Spiele gewonnen. Peter Mauelshagen legte einen typischen „Peter“ hin und spielte gegen einen ehemaligen Schulkameraden gefühlte Äonen. Jörg fegte den Vater der Ex-Freundin seines Trauzeugen vom Platz, und Alex und Ralph machte mit ihren Gegnern ebenfalls kurzen Prozess. Nur ich drehte mal wieder die Ehrenrunde über meinem heißgeliebten Champions Tie-Break. Übrigens folgte im anschließenden Doppel mit Jörg Champions Tie-Break Nummer 5. Aber mittlerweile wussten wir ja, dass das Spiel gewonnen war, wenn es bei mir Champions Tie-Break hieß. Mit dem Endergebnis von 9:0 war unsere Ehre wieder hergestellt und die erlittenen Niederlagen fast vergessen gemacht. Mit einem Gefühl der tiefen Zufriedenheit reisten sechs Bonner aus Rheinbach ab.

Mit dem TC Kaster empfingen wir unseren letzten Gegner der Saison. Nach den Einzeln stand es schon 1:5, so dass wir mit den drei gewonnen Doppeln nur noch Ergebniskosmetik betreiben konnten. Peter rettete mit seinem Sieg die Kreuzberger „Einzel-Ehre“. Jürgen Schubert hätte beinahe noch den zweiten Einzelerfolg – und damit den Gesamtsieg – holen können, konnte aber leider den Champions Tie-Break nicht für sich entscheiden. 4:5 endete damit unser letztes Medenspiel der Saison 2007. Wir fanden uns mit dem vorletzten Platz in der Gesamttabelle wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Erkenntnis reifte in uns, dass die Früchte des Erfolges auch in der 3. Kreisklasse hoch hängen und Tennis kein Selbstläufer ist.

Und dennoch hat auch diese Spielzeit wieder einen riesigen Spaß gemacht. Alleine in der Hitze gemeinsam um den Sieg zu kämpfen und nach dem Spiel bis in die späten Abendstunden bei einem kühlen, erfrischenden Kölsch mit den Mannschaftskameraden darüber zu lamentieren, was man falsch gemacht hat und beim nächsten Mal besser machen soll, lohnt schon den gesamten Einsatz. Ich danke der gesamten Mannschaft für die tolle Saison. Ich fand’s spitze!
Für die neue Saison 2008 sind bereits neue Mannschaftskameraden rekrutiert, die Schläger bespannt und die Schuhe poliert. Wir freuen uns sehr über unsere Neuzugänge Dino Hengstler, Jochen Müller sowie Uwe Hasenkamp.

Auch die Gegner der kommenden Spielzeit stehen schon fest. Wir haben wieder etwas dazugelernt, also macht euch auf etwas gefasst!

Claus Jahn

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